„Wenn die Knochen splitterten, ging’s mir gut“ - ein Kommentar über den Aussteiger "on tour"
- Gastauftritt von Manuel Bauer in der Neumarkter Berufsschule / Haus für Jugend G6 -
So überschrieben war der Artikel, den man in Zeitungen wie auch im Internet (nordbayern.de) am 25.01.2011 nachlesen konnte.
Ob die Schülervertretungen solche Veranstaltungen wollen oder nicht, durften sie wohl noch nie entscheiden.
Das Niveau der Diskreditierung des politischen Gegners, namentlich der NPD, ist 2011 auf dem Tiefststand angelangt.
Mit Qualitätsjournalismus hat das lange nichts mehr zu tun, wie sonst könnte es wohl zu derart gravierenden Widersprüchen zwischen den Andeutungen des Artikels und der Realität kommen. Kritischer Journalismus unterscheidet sich nun mal von Lohnschreiberei.
Mit einer geballten Ladung an Superlativen dumpfester, menschenverachtender Mordlust an Ausländern fährt der Artikel über den "Aussteiger" Manuel Bauer fort:
So hätte er "einen schwulen Geschäftsmann zur Hinrichtung in den Wald geschleppt", er hat auch angeblich "ein kleines indisches Mädchen vor den Augen seiner Eltern zu Boden getreten", seine "demokratisch verseuchten Eltern“ zusammengeschlagen und nicht zu letzt Dönerbuden in Brand gesteckt.
Schon 2009 konnte man in immer neuen Artikel weiteres Unfassbares über Manuel Bauer lesen: dass er in der Freizeit mit seinen Kumpels "Hochzeiten aufmischte" und "Existenzen zerstörte". Obendrein war er Mitbegründer eines sogenannten "Bundes Arischer Kämpfer". Und als Krönung des ganzen habe er auch noch eine Bank überfallen. (Quelle: Artikel Stern 21.01.2009) Das Ganze untermalt von Aussagen wie "es ginge um die Reinigung von allem Nicht-Arischen".
Der Liebling von Exit-Deutschland tourt auf Steuerzahlerkosten seit 2003 von einem Aufrüttel-Termin zum nächsten und betont dabei nicht mehr müde werdend, dass er dabei sein Leben riskiert. Die Gelder dafür fließen u.a. vom Exit-Deutschland-Programm.
Wenn man sich dann den Lebenslauf auf der Homepage des Aussteigers (www.manuel-bauer.eu) ansieht, dann kommt man ins Grübeln.
Nur 1 Jahr Haft für diese Latte an Straftaten. Exit Deutschland will dann in die Presche gesprungen sein, um ihm die beiden angeblich verbleibenden Haftjahre zu ersparen. Laut seiner Netzseite war die Haft wg. räuberischer Erpressung.
Was war da mit all den anderen Taten. Derart blind ist die deutsche Justiz nun wirklich nicht.
Im Artikel von nordbayern.de steht dann noch folgendes:
"Eine Ladehemmung rettete dem Geschäftsmann das Leben, Bauer selbst hätte keine Hemmungen gehabt."
Man fragt sich widerum, warum dieser Kerl dann nicht einfach nachgeladen hat, wenn er denn den "schwulen Geschäftsmann" schonmal abseits er Öffentlichkeit in den Wald verschleppt hatte und ob er nicht auch anderweitig seine Tötungsabsicht in die Tat umsetzen hätte können. Fragen über Fragen!!!
Ich fragte im Detail bei ihm nach mit Fragen zum Tathergang der beschriebenen versuchten Hinichtung und um zu erfahren, welche Taten zur genau der Haftgrund seiner 1-jährigen Haft gewesen wären, die laut seinem Lebenslauf nur ungenau als "räuberische Erpressung" bezeichnet wird.
Die Antwort von Manuel Bauer fiel dann leider genauso schwammig aus, wie ich selbst schon vermutet hatte:
Sehr geehrter Herr Heidrich
nun möchte ich Ihnen ihre Frage beantworten. Bitte entschuldigen Sie das es etwas länger gedauert hat, jedoch bin ich sehr viel unterwegs.
Der Mann wurde nicht hingerichtet. Er lebt ist ist Vital.
Geplant war die ganze Tat von Mir- jedoch hätte ich Mittäter aus meinen eigenen Reihen.
Sie wurden nur von Mir zur Beschattung und Präsenz eingebunden.
(Anm. der Redaktion: Die explizite Frage, ob sich die Haftstrafe von 1 Jahr auf diese Tat bezieht, wurde natürlich nicht konkret beantwortet.)
Jedoch wurden auch diese verurteilt, keiner von denen zu Haftstrafen da ich der Haupttäter war.
Auf You Tube - WDR Sendung Kosmo TV vom 31.1 können Sie einen aktuellen Bericht darüber sehen.
Die Wiederholung läuft am 5.2. von 9.00- 9.30 Uhr auf WDR.
Falls Sie noch Fragen haben können Sie mich gerne Kontaktieren.
Liebe Grüße Manuel Bauer
Liebe Leser, es steht selbstverständlich jedem Leser frei und offen, dem jetzt bekehrten Ehrenmann Bauer sämtliche Episoden seines früheren Lebens zu glauben, mir persönlich sind aber etliche Fragen offen geblieben.
Laut Wikipedia und einschlägigen Urteilen lautet das Strafmaß auf versuchten Mord wie nachstehend:
Nach der allgemeinen Regel des § 23 Abs. 2 StGB kann die Strafe für den versuchten Mord gemildert werden. Bei Anwendung dieser Milderung wird ein versuchter Mord mit einer Freiheitsstrafe von mind. 3 bis zu 15 Jahren bestraft (§ 49 Abs. 1 Nummer 1 StGB). Ohne Abmilderung Ansonsten wird versuchter Mord mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe bestraft. Komplizen werden demnach nicht ohne Haftstrafen belegt.
Besondere mildernde Umstände kann man hier wohl auch nicht erkennen.
Aber noch eine Frage bleibt ebenfalls unbeantwortet:
Was soll der Artikel mit der NPD zu tun haben? Frau Carolin Braun, die laut Meldungen die Sache organisiert hat, legt doch immer nahe, mit solchen Veranstaltungen das weitere Fußfassen der NPD verhindern zu wollen. Aber da gibt es anhand der Schilderung nur eine Benotung:
Nämlich THEMAVERFEHLUNG!
"Rechte" sind nämlich besonders emotional und fühlen mit mit allen Geschöpfen, besonders aber mit ihrem geschundenen deutschen Volk!